Eine seltsame Liebesgeschichte

 

„WELTMENSCHEN“ 

 

„Ich habe mich verliebt“

Eine ganze Welt gerät aus dem Häuschen.

Love, Amor, Aşk, L´amour, Al hubb, Ahava, Liebe!

WELTMENSCHEN EIN SPEKTAKEL mit MASKEN, PUPPEN und MUSIK

 

Als Straßentheater auf Schulhöfen mit Lust und Laune ausprobiert.

Von unten nach oben

nun in neuer Fassung für die Bühne in 7 Proben erspielt und zwei Aufführungen vor Publikum erfolgreich getestet...

 

Krude und mit Tempo erzählt, die Geschichte von allmächtigen Vätern, die göttergleich, nach dem Prinzip „Der Zweck heiligt die Mittel“ das Unmögliche von Söhnen und Töchtern und Töchtern und Söhnen verlangen, das zu lieben, was gewünscht ist. Hörfehler über Hörfehler, Missverständnisse über Missverständnisse, schaffen die Verwirrung, die ein Theater braucht, das behauptet, „die ganze Welt ist Bühne, wir ihre bloßen Spieler“. Ein Döner bringt die Entscheidung. Ein Auftrag des Vaters. Die Herzensliebe ist rettungslos verloren. Kann nur noch ein Koffer helfen? Ist es das Gift oder das Messer oder der Revolver? Horch, wer kommt? Des Onkels reitender Bote kommt. Doch was wäre, wenn es den reitenden Boten nicht gäbe?

Die Big Band „ICE Cream“ haut rein, macht Stimmung und über Back-Stage bringt ein Leierkasten noch Berliner Flair mit ins Spiel. Wunderbare Masken, irre Kostüme, seltsame Puppen, 27 Schauspieler drängeln sich auf einer kleinen Bühne. Ein wilder Mix aus Improvisation von der Straße lässt grüßen, etwas Lessingsche Ringparabel und Neuköllner Matcho-Blähungen jachern über die Bretter, ausgeflippte Fanatiker schreien nach ihren Göttern. Am Ende ballt sich alles zu einem quietschbunten und quietschfröhlichen Kladderadatsch. Da kommt keine Langeweile auf, kein Auge bleibt trocken.

 

 

Projektidee der Weltmenschen: Kerstin Janewa. Projektumsetzung unter der Leitung von Klaus Erforth, Kerstin Janewa. 

Lebensgroße Puppen werden von ihren Baumeistern geführt, gespielt wird mit dem ganzen Körper, unglaubliche Worte werden zu Gehör gebracht, eine Kapelle schmettert ihre Lieder, alte und neue Wahrheiten werden aufgetischt und das Publikum wird mit Lust und Spaß in das Spiel mit Geschichten verstrickt.

Lassen Sie sich verführen in die lebendige Welt der Schaubude!

Regie/Bühne: K. Erforth; Kostüme/Masken/Puppen: K. Janewa und Ensemble; Musik: S. Thet

Dauer: 90 Minuten

Dorothee Blum als Recha
Dorothee Blum als Recha

 

 

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.01.2010)

 

THEATER

 

Durch die Blume: „Weltmenschen“ im Theater Rambazamba

 

Das Stück sei eines „mit sehr unterschiedlichen Lautstärken“, wird das Publikum zu Beginn – sehr leise – gewarnt. Dann allerdings geht es zur Sache. Die elfköpfige Bigband Ice Cream marschiert in schwarz-weißen Kostümen, mit Banjo und Trommeln, mit Waschbrett und Saxofon über die Bühne, es ist ein herrlicher Höllenkrach. Aber hier geht es schließlich auch nicht um irgendwas, sondern um Liebe, um Familie, um Glaube und Tod. „Weltmenschen“ heißt die neue Produktion der Gruppe Kalibani des Theaters Rambazamba, das bereits seit 1991 anspruchsvolle und erfolgreiche integrative Bühnenarbeit macht. Die Inszenierung ist als improvisiertes Straßentheater auf Schulhöfen entstanden, nun hatte es in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg Premiere. Ein bisschen Lessings Ringparabel und ein bisschen Berlin-Neukölln scheinen durch: „Es gibt nur einen Gott!“, schreien die verschiedenen Fanatiker durcheinander, unerbittliche Väter bringen ihre interreligiös verliebten Kinder zur Verzweiflung. 


Die 27 behinderten und nicht behinderten Darsteller mit ihren spektakulären, aus Stoffresten, Draht und Pappmaché handgefertigten Kostümen und Masken lassen stille, berührende Szenen ebenso entstehen wie wirres, wildes Durcheinander. Zuschauer werden als Väter, Mütter und Brüder auf die Bühne geholt, ein tanzender und ein grimmiger Tod fletschen die Zähne um die Wette, seltsame Rollpuppen rasen vorbei, ein Leierkasten dudelt – und am Ende feiern doch noch alle zusammen Geburtstag, mit Gejohle und Blumen und viel Kuchen für alle, auch für das Publikum. Ein quietschbunter, quietschfröhlicher Abend. (Schönhauser Allee 36 – 39, wieder am 26. und 27. März)  Jan Oberländer 

 



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